Hervorgehoben

Der Podcast zum Wein

Gespräche beim Wein. Über Wein. Über Essen. Und übers Leben, natürlich.

Das ist das Motto des Podcasts Auf ein Glas, für den sich Matthias Gräfe (Gräfes Wein & fein, Radebeul) und Ulrich van Stipriaan (STIPvisiten) treffen, um über dieses und jenes noch mal nachzutrinken. Manchmal laden sie sich Gäste ein, manchmal besuchen sie Winzer. Aber immer sind sie unvorbereitet authentisch.

Auf ein Glas erscheint alle vierzehn Tage freitags neu. Manchmal auch jede Woche.

Zu hören ist Auf ein Glas bei Anchor | Apple | Breaker | Castbox | Google | Overcast | Pocket Casts | Podcast.de | RadioPublic | Spotify. Weitere Infos (und Bilder) bei den STIPvisiten.

Balthasar Ress: Weine aus allerbesten Rheingau-Lagen

1846 war ein aufregendes Jahr, in dem Franz Krüger (genannt „Pferde-Krüger“) Friedrich Wilhelm IV. in seinem Arbeitszimmer malt und der frühere Forstwärter Pierre Lecomte mit einer Doppelflinte ein Attentat auf Frankreichs Bürgerkönig Ludwig Philipp I. verübt. Und Eltern nannten ihr Kind noch Balthasar. Die in einer Kutsche heimkehrende königliche Familie bleibt unverletzt, das Bild des Königs von Preußen hängt immer noch in Minden. So what.Balthasar Ress hingegen tat was Vernünftiges: das dritte Kind einer Metzgerfamilie macht sich 1870 selbständig und wird Gastwirt in Hattenheim.

Wir probierten einen Sekt und drei Rieslinge – und wie immer: Mehr steht bei den STIPvisiten!

Weine vom Weingut Matyas in Coswig (Sachsen)

Bacchus, Kerner, Gezwitscher – wenn man liest, was da so auf den Etiketten steht, könnte man sich gegebenenfalls schnell abwenden. Und damit wahrscheinlich einen Fehler begehen, denn was Hendrik Weber vom Coswiger Weingut Matyas im Weinberg und im Keller produziert, ist gut. Überraschend gut, wenn man den Betrieb nicht auf dem Schirm hat. Viele scheitern ja schon an der Aussprache (der Autor dieser Zeilen inklusive), aber wer sich aufs Ungarische des Firmengründers nicht einlassen mag, sagt einfach Matthias. Womit erstens geklärt wäre, dass Matyas ein Vorname ist und man zweitens froh sein kann, dass eben dieser für das Weingut steht und nicht der nur Ungarn leichtfüßig von der Zunge gehende Hausname Probocskai.

Seit 2014 ist Andrea Leder, Tochter des Gründerehepaars, die Chefin des Weinguts. Nicht nur im Keller steht (seit 2013 schon!) Hendrik Weber für Weine und Sekte des Hauses gerade (und nebenbei macht er in seinem Perlgut auch noch ein Dutzend eigene Sekte, aber die kamen bei unserem Besuch nicht vor und wir nehmen sie also später durch. Dafür probierten wir – vor Ostern, als es gerade hübsch warm war, die Basisweine des Hauses. Das mit Ostern ist auch wichtig zu wissen, weil wir da den Begriff Brücke noch recht ungezwungen und völlig politikfrei verwendet haben.

Mehr Infos & Bilder bei den STIPvisiten!

Dirk Würtz vom Weingut St. Antony

„Ich bin Dirk, 52 Jahre alt und Winzer.“ Dirk Würtz, grandioser Weinmacher mit klarem Standpunkt und unvergleichlichem Unterhaltungswert, kann die Dinge auch kurz auf den Punkt bringen. Aber wenn er erst einmal loslegt, könnte es auch länger dauern – wobei: langweilig wird’s nie. Wir hatten uns über Zoom zum Mittagswein verabredet, nicht ahnend, dass uns die Nachbarn die schönsten Wellen des Netzes mopsten und die Bandbreite schwand wie der Pegel in einer Flasche trinkigen Rieslings. Und weil wir im netzarmen Studio Rdbl. den Würtz so schlecht verstanden, blökten wir auch viel zu laut unseren Bildschirm an. Schöne neue Welt! Und technisch teils leider (wieder mal…) eine Zumutung. Aber wo was zu sagen ist, kann man ja zuhören…

Drei Flaschen hatte Dirk Würtz uns aus St. Antony geschickt – und wir hatten zwei Weine aus der aktuellen Kollektion von Andreas Kretschko (einen eigenen haben wir ja – noch? – nicht…) gen Nierstein auf die Reise gebracht, auf dass in unserer Redestunde nicht so einseitig getrunken werden möge.

Bei den STIPvisiten gibt’s, wie immer, ein bissl mehr

St. Antony: Banksy und andere Rosé

Wer bezweifelt, dass Wein Kunst ist? Siehste. Kunst auf der Weinflasche ist also durchaus angemessen. Schön, wenn sie nicht ablenkt vom Inhalt, sondern ihn unterstützt. Derzeit angesagt ist der Rosé Love and Hope aus dem Weingut St. Antony – einer von dreien, die es derzeit im Shop unter der Rubrik Rosé gibt. Wir probierten, weil uns irgendwie die Sehnsucht gen Sommer treibt,, alle drei – bei lausigen Außentemperaturen, aber egal.

Wir probierten: 2020 Rosé aus Pinot Noir und Blaufränkisch, 2020 Love & Hope Rosé, aus Blaufränkisch produziert und der mit dem Banksy-Etikett sowie 2019 Wunderschön Anders, ebenfalls zu 100% aus Blaufränkisch gemacht – spontan vergoren im klassischen Stückfass.

Die Mutter dieses Podcasts ist, na klar: STIPvisiten

Gunther Hiestand: Alles über 90 Punkte

Gunther Hiestand aus Guntersblum im Anbaugebiet Rheinhessen ist vielen Dresdnern kein Unbekannter: auf dem Elbhangfest schenkte er seine Weine aus. Man kann ihn auch ohne Elbhangfest sehen, auf YouTube beispielsweise. Am 12. März gab’s dort live eine falstaff-Verkostung – mit Weinen, die der falstaff mit 90 oder mehr Punkten bewertet hat. Das Video ist noch online. Einen Tag später hatten wir in unserem Studio Rdbl. den Winzer in Flaschen – und Matthias hatte Vorsprung, denn er war am Vorabend auch schon mit dabei (Motto: Trinken bildet!)

Rheinhessen „die Traumfabrik deutscher Weine“ ist mit 26.578 ha Rebfläche das größte Weinbaugebiet Deutschlands – von den 136 Gemeinden Rheinhessens betreiben lediglich Budenheim, Hochborn, Eich, Hamm und Nieder-Wiesen keinen Weinbau auf der eigenen Gemarkung [Quelle]. Guntersblum, eine 4.000-Leute-Gemeinde im Landkreis Mainz-Bingen allein hat 550 ha Weinbaufläche – mehr als ganz Sachsen.Im Podcast reden wir natürlich über die Weine – aber auch über Spargelwein, Korkschmecker und Mehlwürmer (karamelisiert).

Bilder und mehr, wie immer, bei den STIPvisiten.

Aaron Schwegler: „… unaufgeregt den Wein sprechen lassen“

Die vorsichtige Frage im Vorgespräch war kurz und knapp: „Seid ihr abergläubisch?“ Zwiefach „Nein!“ und die Rückfrage, wiesoweshalbwarum? Nun ja: weil es die 13. Episode des Podcasts „Auf ein Glas“ ist, zu der wir uns trafen – erstmals nicht im Ladengeschäft von Gräfes Wein&fein, sondern 100 Schritte weiter weg in dem, was wir in völlig korrekter Überschätzung der Rolle der Bedeutung von „Aufeinglas!“ das Studio Rdbl nennen. Zu Gast im Podcast sind Aaron Schwegler, Ausnahmewinzer aus Korb im Remstal (Württemberg) und Matthias Dathan, gebürtiger Dresdner, Sommelier und bei der Veritable Groupe im Vertrieb für, salopp gesagt, den Osten Deutschlands zuständig. Auf der anderen Seite des Tischs, wie immer, Matthias Gräfe (Wein & fein, Radebeul) und Ulrich van Stipriaan als Autor dieses Beitrags.

Wie immer gibt’s bei den STIPvisiten einen längeren Text und Bilder

Stefan Maas: Auf allen Ebenen zum Weingenuss verführen

Rot, ja: knallerot sind die Etiketten. Die Schrift darauf: gülden. Die sollte man lesen, so lange man noch nix getrunken hat, sonst glaubt man noch, man sei betrunken! Das Etikett, wo wir gerade dabei sind, sieht aus wie eine liegende Acht – was kein Zufall ist: es ist das Zeichen für den Ewigen Weinbau, dem sich das Weingut Clüsserath Eifel verschrieben hat. Alois Clüsserath und Clemens Eifel waren 1745 die Namenspatrone des Weinguts in Trittenheim. Sieben Generationen blieb es im Familienbesitz – bis Gerhard Eifel im Jahr 2019  das kleine, exklusive Weingut an die Winzerfamilie Stefan Lergenmüller übergibt.

Unser Gast ist Stefan Maas, Winzer und umtriebiges Urgestein in der Weinszene. Er hat schon viel gesehen und aktiv angeschoben, so beispielsweise das Projekt Vinosaurier (hatten wir schon im Glas!). Und jetzt macht er bei Stefan Lergenmüller in dessem jüngsten Weingut Clüsserath Eifel mit und rastet vor Begeisterung fast aus. Nicht ganz zu unrecht, wie man neidlos zugeben kann.

Mehr Infos und was zum Gucken, wie immer, bei den STIPvisiten!

Christoph Hammel: Guten Wein in die Breite tragen

Am Sonntag ist Valentinstag. Ganz früher außerhalb der Länder mit englisch sprechender Bevölkerung ein Nix, dann ein Blumenhändlerumsatzsteigerungstag, mittlerweile ein voll im kapitalistischen Gewürge integrierter Schenkttag voll ohne Romantik. Denkste Dir. Und dann stolperst Du in all derLove-is-all-around-E-Mail-Flut über ein Angebot von Christoph Hammel, dessen Weine Du nicht nur am 14. Februar magst – und den Typen ja sowieso. „Der Valentinstag naht – dieses Jahr ohne rote Rosen ? Das muß nicht sein!“ Nee, nicht wirklich. Wir haben also sein Valentinspaket (Listenpreis 55,80€, Valentinspreis 43,95€) bestellt und unvorbereitet wie immer (außer ein wenig Lesen im Internet und Wissen aus dem Wissensfundus weintrinkender Menschen).

Bei den STIPvisiten gibt’s Infos und Bilder zum Podcast.

Wenn die jungen Weine Zicken machen…

Wir waren zu Gast bei Andreas Kretschko im Weinkeller. In der vorherigen Folge dieses Podcasts sprachen wir dabei über seinen Sekt Rosé vom Spätburgunder, den neuen Weißburgunder und den kommenden Riesling sowie über einen farbenfrohen Grauburgunder – alles hier nachzulesen und -hören. Bei der Fortsetzung geht es um drei weitere Tank- und Fassproben: Rosé, Summer und Spätburgunder. Und um Themen wie Piwi, Korkgeld und Erweiterung der Rebflächen.

Wie immer: Der Beitrag mit Text & Bild bei den STIPvisiten!

Andreas Kretschko, Teil 2

Andreas Kretschko: „Verzicht ist für mich selbstverständlich“

Für die neunte Folge unseres Podcasts „Auf ein Glas“ haben Matthias Gräfe (Gräfes Wein & fein) und ich die vertrauten Gemäuer unseres Nicht-Studios in Radebeul verlassen und sind gen L.A. gefahren. L.A. steht für Liegau-Augustusbad, das zur Bierstadt Radeberg gehört – was aber nicht schlimm ist. Denn hier entstehen im Keller des Hauses von Andreas Kretschko Weine, die in ihrer eigenen gradlinigen Stilistik uns immer wieder begeistern.

Nahezu zwei Stunden haben wir probiert, gefachsimpelt, wieder probiert und mit Leberwurschtbrot und Spaghetti Olio e Aglio ergründet, ob Sekt und Weine dem standhalten. Da „Auf ein Glas“ aber nur etwa höchstens 30 Minuten lang sein soll (wer kann uns schon länger am Stück ertragen?), wird es demnächst eine zweite Folge geben. Hier schon mal die Nummer eins, in der wir 2017er Sekt Rosé und als Fass- bzw. Tankproben 2020er Weiß- und Grauburgunder sowie Riesling im Glas hatten.

Der Text zum Podcast, wie immer, bei den STIPvisiten…